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Mittelbiberach Aktuell

Kurzbericht über die Sitzung des Gemeinderates am 15. November 2021

Am Montag, 15. November 2021, fand die Gemeinderatsitzung im großen Sitzungssaal des Rathauses Mittelbiberach statt. Es konnte ein ausreichender räumlicher Abstand unter den Gemeinderäten und auch für die Besucherplätze gewährleistet werden. Über die gesamte Sitzungsdauer wurde konstant gelüftet.

• TOP 1: Erweiterung des Kindergartens Reute
In der Gemeinderatssitzung am 26.07.2021 wurden durch das Architekturbüro Tress drei Planungsvarianten der Kindergartenerweiterung vorgestellt. Der Gemeinderat beschloss die Ausarbeitung und Weiterentwicklung der Variante 3, einer 2-geschossigen Variante (Erweiterung in Richtung Osten) ohne Bewegungsraum. Das maßgebliche Raumprogramm für die angedachten zwei Betreuungsangebote (VÖPlus + Punktuelle Ganztagesbetreuung) beschloss der Gemeinderat bereits im Vorfeld in der Sitzung am 19.04.2021. Dieses stellte die Grundlage für die weiteren Planungen des Büros Tress dar. Auf der Grundlage der letzten Beschlussfassung wurde die Variante nochmals überarbeitet. Das Gebäude wurde ca. 1,3 m Richtung Süden verschoben um einen größeren Abstand zwischen Halle und Kindergarten zu er-reichen. Außerdem kam im Vergleich zur letzten Planung ein Windfangbereich, um die Eingangssituation zu verbessern, hinzu. In der weiteren Grundfläche ergaben sich trotz des Wegfalls des Bewegungsraums keine räumlichen Einsparungen, da sich herausstellte, dass die Raumgrößen im vorherigen Entwurf knapp bemessen waren und teilweise den gesetzlichen Anforderungen nicht gerecht wurden. Der Gemeinde-rat stimmte der Fortführung der Planung aufgrund der vorgelegten Variante nach ei-ner intensiven Diskussion zu. In Erweiterung zum Windfang in Richtung ehemalige Ortsverwaltung soll der Kinderwagenabstellraum platziert werden. Die Anordnung des Garderobenbereichs soll überarbeitet und optimiert werden. Herr Tress wurde mit der Fortführung der Planung beauftragt. Die Planung wird in Massivbauweise weiter verfolgt.

• TOP 2: Neugestaltung des Rathausvorplatzes im Rahmen des Landessanierungsprogramms
Das Büro Freiraumplanung stellte auf Grundlage der am 18.10.2021 beschlossenen Änderungspunkte die abgeänderte Planung vor. Die Kostenberechnung vom 03.11.2021 liegt bei rund 400.000 € ohne den hinteren Parkplatz. Folgende Punkte wurden in der vorgestellten Planung aufgrund der Beschlussfassung vom 18.10.2021 geändert:

Abgezogen:
- Wassertisch entfällt
- Pflanzflächen Bestand im hinteren Bereich nicht gerodet/dort keine neue Rasenfläche
- Pflanzflächen Bestand im hinteren Bereich gepflegt mit nur 2 Pflegegängen statt 8
- Schnitthecke im hinteren Bereich entfällt

Hinzugefügt:
- Blockstufenanlage (vergrößert durch Wegfall Wassertisch)
- Hochstämme größer gemacht
- Schnittkanten Betonpflaster
- Beschilderung Parkplatz

Zum Zeitpunkt der Festlegung der ursprünglichen Obergrenze von 400.000 € wurde von einer Förderung in Höhe von 150.000 € ausgegangen, womit der Eigenanteil der Gemeinde bei rund 250.000 € gelegen hätte. Durch die zwischenzeitlich bekannte Größe von 1.250 m² im vorderen Bereich und rund 300 m² im hinteren Bereich (Parkplatz) konnte dies nun genauer verifiziert werden. Mit Einbeziehung des hinteren Bereichs und damit einer Vergrößerung der Förderfläche, liegt der Eigenanteil der Gemeinde mit 190.430 € niedriger, als bei einer Umsetzung ohne den hinteren Parkplatz (212.500 €). Aufgrund des geringeren Eigenanteils soll die Umsetzung der größeren Variante mit Rathausvorplatz und Parkplatz erfolgen. Dem vorgestellten Konzept des Büros Freiraumplanung Sigmund wurde zugestimmt. Das Büro Freiraum-planung wurde zur Erstellung des Leistungsverzeichnisses und mit der Bauüberwa-chung der Maßnahmen beauftragt.

• TOP 3: Neubau eines viergruppigen Kindergartens in Mittelbiberach – Vergabe an Architekten
Der Gemeinderat beschloss in der Sitzung am 16.11.2020, dass für die EU-weite Ausschreibung von Planungsleistungen für den Neubau eines viergruppigen Kindergar-tens in Mittelbiberach ein Verhandlungsverfahren mit Planungswettbewerb durchgeführt werden soll. Insgesamt haben sich auf die Auslobung 55 Architekturbüros beworben. Von diesen 55 Architekturbüros gab es 5 fest gesetzte Teilnehmer und 15 Teilnehmer wurden per Losentscheid ermittelt, so dass insgesamt 20 Architekturbüros Vorschläge für den Neubau des Kindergartens einreichen durften. Von diesen 20 Architekturbüros haben 17 Architekturbüros Vorschläge und Modelle abgegeben. Am Mittwoch, den 29.09.2021 fand die Preisgerichtssitzung statt, in der die Entwürfe für den Neubau besprochen und bewertet wurden. Das Preisgericht setzte sich aus 6 Architekten, 4 Mitgliedern des Gemeinderates und dem Bürgermeister zusammen. Als Stellvertreter waren 3 weitere Mitglieder des Gemeinderates anwesend. Die Mitglieder des Gemeinderates konnten sich in der Preisgerichtssitzung aktiv mit einbrin-gen. Darüber hinaus waren die drei Leiterinnen der gemeindlichen Kindergärten als sachverständige Beraterinnen mit eingebunden. Alle Arbeiten wurden anonym (keine Angabe des Architekten) bewertet. In mehreren Durchgängen wurden dann die Ent-würfe bewertet und eine Reihenfolge festgelegt.
Nach intensiver Beratung über Vorzüge und Nachteile der in der engeren Wahl ver-bliebenen anonymen Modelle und Entwürfe und nach mehreren Wettbewerbs-rundgängen beschloss das Preisgericht einstimmig die Preise wie folgt zu vergeben:

1. Preis:  Schaudt Architekten GmbH, Konstanz
2. Preis:  Walter Huber Architekten, Stuttgart mit k3, Villingen
3. Preis:  Petzold-Schmidt Freie Architekten, Ravensburg Anerkennung:  BueroBB, Stuttgart

Im weiteren Verfahren fand am Freitag 12.11.2021 die Preisverhandlung mit dem Büro Schaudt Architekten GmbH, Konstanz, statt. Die Verhandlung lief insgesamt sehr positiv und das Architekturbüro Schaudt hinterließ einen ausgezeichneten Eindruck. Der Gemeinderat beschloss die Beauftragung des Büros Schaudt Architekten GmbH, Konstanz, mit den Planungsleistungen der Leistungsphase 1 bis 9 in Honorarzone III, Mittelsatz.

• Unter TOP 4 „Sonstiges“ wurde aus der Mitte des Gemeinderates im Zusammenhang mit den steigenden Corona-Zahlen eine Anfrage zur erneuten Inbetriebnahme des kommunalen Testzentrums gestellt. Herr Bürgermeister Hänle informierte, dass eine Wiederinbetriebnahme des kommunalen Testzentrums derzeit nicht vorgesehen ist.